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Tablet-PCs und Pads – ein Überblick

Tablet-PCs haben sich in den letzten Jahren zu einer technisch und preislich interessanten Alternative zu den doch recht teuren und wenig mobilen interaktiven Whiteboards entwickelt, die aggressiv beworben werden und leider sehr die Vorstellungen vieler dominieren, die das „Ende der Kreidezeit“ ausrufen.

Zu unterscheiden sind dabei unter Windows oder Linux laufende Tablet-PCs und die immer häufiger anzutreffenden, meist kleineren Android- oder MacOS  basierten Geräte  – im Folgenden Pads bzw. Tablets genannt, die in der Regel eher für die Eingabe mit dem Finger als mit dem Stift in konzipiert sind.

Hauptmerkmale der Tablet-PCs sind die Möglichkeit der Stifteingabe (bzw. z.T. auch der Bedienung mit dem Finger) – oft verbunden mit Handschrifterkennung und Multitouch-Gestensteuerung – und ihre hohe Mobilität sowie Offenheit für herkömmliche Speichermedien wie USB-Drives, SDHC-Karten usw. Ein entschiedender Vorteil ist auch die Konvergenz  verschiedener Medientypen und Eingabeformen (Tastatur und handschriftliche Eingabe)

Tablet-PCs eignen sich dabei als Werkzeuge für Lehrende – wobei sie zunächst z.B. die Kreidetafel ersetzen, Präsentation und Dokumentbearbeitung flexibel machen – aber auch als Arbeitsmittel für Lernende – d.h. einzelne Schüler und Studenten oder sogar ganze Klassen.

Die Anbindung an einen Datenprojektor kann dabei über Kabel oder über WLAN mit Hilfe sog. Projector-Server erreicht werden.

Die verwendete Software ist vielfach Freeware oder Teil von Programmpaketen, die ohnehin auf vielen schulischen PCs installiert sind und deren Bedienung von Lehrenden und Lernenden kaum eine Umstellung verlangt.

Der Markt für diese Gerätekategorie zeichnet sich durch eine große Vielfalt und teilweise Unübersichtlichkeit aus. Diese wurde – auch in begrifflicher Hinsicht – dadurch gesteigert, dass in den letzten Jahren eine Vielzahl so genannter Tablet-Computer den ‚Consumer‘-Markt erobert haben und für viele Lehrende zu digitalen Lebensbegleitern geworden sind. Tablets (die wir im Folgenden zur begrifflichen Vereinfachung lieber Pads nennen wollen) zeichnen sich dadurch aus, dass Sie häufig nicht mit einem Windows-Betriebssystem ausgerüstet sind, sondern vielmehr ein für mobile Endgeräte erschaffenes, proprietäres Betriebssystem wie etwa iOS oder Android beherbergen. Eine Ikone in diesem Marktsegment stellt sicherlich das iPad dar, doch mit auf Google-Android basierenden Geräten stürmen derzeit preiswerte Alternativen den Handel.

Besonders Apple versucht – vor allen Dingen im Primarbereich – das iPad als modernes Lernmedium für Lehrende und Lerndende zu etablieren und geht dabei mit der „Textbook“-Initiative neue Wege zum digitalen Schulbuch.

Seit 2008 nutzen wir schon TabletPCs als Ersatz der „normalen“ Schülertafel. Wir verstehen dabei „TabletPC“ als (Windows-)Laptops mit zusätzlicher Stifteingabe. Das Bild auf dem TabletPC wird dabei kabellos über einen Empfänger (MiraCast, IntelWiDi oder Apple Airplay, alles über Windows möglich) an den Beamer im Klassenzimmer übertragen. Der TabletPC kann dabei die Tafel mit Programmen wie Journal oder OneNote o.ä. die Tafel ersetzen, weiterhin Präsentationen interaktiv machen, indem direkt und „live“ in sie geschrieben wird, es können eingebundene Audio- oder Filmsequenzen (seit ca. 2012 auch/endlich ruckelfrei) übertragen werden, und das alles von jedem Ort im Klassenzimmer aus, und der TabletPC kann auch in Schülerhand gegeben werden. In Laptop-Klassen erleichtert die kabellose Bildschirmübertragung die Präsentation von Schülerlösungen, da sich diese einfach mit dem Empfänger verbinden und ihren Bildschirminhalt/ihre Präsentation zeigen können, ohne dass erst die Dateien an die Lehrkraft gesendet werden müssen.

Vorteile auf einen Blick:

  • Lehrkraft kann mit Blick zur Klasse schreiben, „Tafelbild“ entsteht hinter ihm, ohne dass sie es notwendigerweise verdeckt.
  • Freie Bewegung im Raum möglich, Bild kann von jeder Position übertragen werden, somit auch von Schülertischen aus.
  • Alle Inhalte (Schrift, Präsentationen, Audio, Video, Internetseiten) können ruckelfrei per WLAN übertragen werden.
  • Benutzung eines Stifts beim Schreiben auf Tablet ist Fingereingabe in Präzision überlegen, Stifteingabe auf TabletPCs ähnelt Schreiben auf DIN A4.
  • SchülerInnen in Laptopklassen können selbst den Videoempfänger ansteuern und ihre Inhalte direkt vom eigenen PC aus übertragen.
  • Auch Smartphones können benutzt werden, um Inhalte/Video direkt an Beamer zu übertragen (z.B. Smartphone als Dokumentenkamera).
  • Lehrkraft hat alles auf einem Arbeitsgerät – keine Übertragung an einen PC mit interaktivem Whiteboard notwendig (keine Kompatibilitätsprobleme).
  • Kein Erlernen von Zusatzsoftware notwendig, Lehrkräfte können ihre Programme/Präsentationen 1:1 weiternutzen.
  • Kosten:
    • Hardware: Zusätzliche Kosten für Infrastruktur sind lediglich ein Empfänger (50-100€ pro Raum), der an einen vorhandenen (HDMI-)Beamer angeschlossen wird. TabletPC der Lehrkraft kann vom Sachaufwandsträger bezuschusst werden (Prinzip BYOD).
    • Software: Ab Windows 7 ohne zusätzliche kostenpflichtige Software nutzbar.

 

Referenzen:

  • DigiLearn 2015 – Gymnasium Haßfurt (Workshops und Vorträge)
  • Bayerischer E-Learning Tag an der Universität Bamberg (Workshop)
  • DigiLearn 2012 – Gymnasium Ottobrunn (Vortrag und Workshop)
  • Kongress digitale Didaktik 2012 – Schloss Neubeuern (Vortrag und Workshop)
  • SchiLFs und RLFBs am RMG Haßfurt
  • Aktive, kontinuierliche Benutzung im Unterricht seit 2008.

 

Kontakt

Für Fragen, Anregungen, Workshops und Vorführungen des Einsatzes im Unterricht stehen wir sehr gerne zur Verfügung.

 

StR Benjamin Götzinger, GESS Singapur, benjamin.goetzinger@gmx.de, +65 9009 6052

OStR Jörg Thelenberg, RMG Haßfurt, joerg.thelenberg@gmx.de +49 152 2870 5825

© 2015 Götzinger/Thelenberg

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One response to “Home

  • Niklas Dietrich

    Mit Begeisterung habe ich diesen Beitrag gelesen, da ich vor habe, genau dies an unserer Grundschule zu implementieren und wir kurz vor den Anschaffungsentscheidungen stehen. Sehr gerne würde ich von Ihnen persönlich weitere Infos zu diesem Thema bekommen und würde mich sehr über ein baldiges Telefonat freuen.

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