Hardware

Hier finden Sie Erfahrungsberichte zu der von uns verwendeten Hardware:

1. Beamer mit Intel WiDi-Adapter

Funktionweise und Merkmale

Diese Konfiguration ermöglicht es, von einem Tablet mit Core-i Prozessor dessen Desktopinhalt sowie HD-Inhalte mit bis zu 1080p ruckelfrei per Funk zu übertragen. Dabei bleibt das Tablet mit der WLAN-Karte in einem bestehenden WLAN-Netzwerk eingewählt, dieselbe WLAN-Karte stellt aber gleichzeitig eine weitere Verbindung mit einem WiDi-Adapter her, der mittels HDMI an den Beamer angeschlossen ist.  Siehe auch die WiDi-Infoseite bei Intel.

Ausblick

Dies scheint derzeit die zu bevorzugende Variante zu sein. Intel WiDi wird bald im Miracast-Standard aufgehen, der die Hardwarebarrieren brechen und die Konnektivität von vielen anderen Wireless-Geräten auf WiDi-Miracast-Empfänger ermöglichen soll (laut dem Wikipedia Artikel schon Geräte mit Android, deren Signal dann auch an die Beamer übertragen werden kann). Die Technologie wird auch als „wireless HDMI-Cable“ beschrieben. Siehe dazu auch das Produktvideo bei Miracast. Intels WiDi-Treiber unterstützen ab Version 3.5 auch schon den Miracast-Standard.

Da der Standard hardwareunabhängig werden wird, auch schon von Android Jellybean 4.2 unterstützt wird und die beste Leistung derzeit liefert, ist höchstwahrscheinlich zu erwarten, dass diese Technologie die besten Aussichten hat zu überleben und sich zu etablieren. (Die anfangs hier vorgestellen Projector-Server sind schon seit Ende 2012 end-of-life-Produkte.)

Praxis

Benjamin Götzinger benutzt derzeit ein Sony Vaio Duo 13 mit Windows 8.1 mit einem Netgear PTV3000 (60 €) per HDMI-Kabel an einem 400€-Beamer. Die Verbindung des Tablets mit dem Adapter geschieht automatisch, wenn dieser in Reichweite ist (WiDi-Programm im Autostart, auf automatische Verbindung eingestellt). Die Qualität ist bisher die beste, ruckelfreie Darstellung von HD-Inhalten, auch wenn diese über dieselbe WLAN-Karte im Tablet von YouTube gestreamt werden.

Dieter Krömer verwendet fast dieselbe Konfiguration. Er hat dankenswerterweise auch einen Erfahrungsbericht über die Nutzung eines TabletPCs mit WiDi  bereitgestellt.

Vorteile:

  • ruckelfreie Darstellung bis zu 1080p
  • Audio- und Video-Übertragung möglich
  • Adapter sind günstig (ab ca. 50 €)
  • keine weitere Hardware notwendig
  • Eine einzige Centrino-WLAN-Karte im Tablet stellt die Verbindung ins Internet UND die zum WiDi-Empfänger her
  • Beamer mit integriertem WiDi-Empfänger wurden erstmals November 2012 vorgestellt (LG PA72G), der aber noch nicht klassenzimmertauglich ist

Nachteile:

 

Getestete Geräte mit MiraCast/IntelWiDi/Airplay:

  • Belkin Screencast mit Windows 7, 8, 8.1 => problemloses Arbeiten möglich
  • Netgear PTV3000 mit Windows 8.1 => problemloses Arbeiten möglich
  • Apple Airplay mit Windows 8.1 und Programm AirParrot => problemloses Arbeiten möglich

 

2. Beamer mit Anbindung über Netzwerk (LAN, WLAN)

Viele neuere Beamer ermöglichen die Bildübertragung per LAN oder WLAN (und auch USB, hier aber nicht diskutiert, da nicht wireless). D.h. dass quasi die extern notwendige Projector Server-Einheit schon in den Beamer integriert ist, welcher dann per Funk oder Kabel angesprochen werden kann. Die Funktionsweise ist gleich der der Projector Server, man spart sich das externe Gerät.

Mögliche Szenarien im Klassenzimmer:

A. Beamer mit WLAN-Modul (=KEINE Internetverbindung für Tablet)

Hierbei wird das Video-Signal des Tablets direkt an dem Beamer gesendet:

  1. Beamer mit USB-Modul versehen => Beamer fungiert als Accesspoint (SSID, Passwörter sollten geändert werden)
  2. Auf LAN als Bildeingang stellen => IP des Beamers wird angezeigt
  3. Tablet mit Accesspoint des Beamers verbinden
  4. Mittels Browser über die IP des Beamers die Client-Software herunterladen und Videoübertragung starten
B. Beamer mit LAN-Anschluss und bestehendem WLAN-Netz

Hierbei wird das Video-Signal des Tablets über den WLAN-Accesspoint dann über das LAN-Kabel an dem Beamer gesendet:

  1. Beamer mit LAN-Kabel verbinden
  2. Tablet mit WLAN-Accesspoint verbinden
  3. Auf LAN als Bildeingang stellen => IP des Beamers wird angezeigt
  4. Mittels Browser über die IP des Beamers die Client-Software herunterladen und Videoübertragung starten

Diese Szenarien haben wir mit folgender Hardware getestet:

  • Epson EB-485Wi (WLAN und LAN)

Projector Server

UPDATE: Leider scheint es so, dass die Standalone-Projector Server nicht mehr produziert werden.

=> Wir empfehlen, LAN-projektionsfähige Beamer anzuschaffen, diese ins Netzwerk einzubinden und dann Szenario B (siehe oben) zu realisieren.

Noch keine End-of-life-Produkte sind (Stand 29.11.2012):

  • Lindy Projector Server (kaum interessant wegen Austattung und Preis)
  • Lindy Projector Server Dongle

Lindy Projector Server Dongle

Hierbei handelt es sich um ein Aufsteckmodul, das auf einen VGA-Anschluss des Beamers gesteckt wird. Die Stromversorgung erfolgt über ein 5V-Netzteil.

Preise: ca. 150 €

=> technische Daten

Vorteile:

  • keine zusätzliche VGA-Verkabelung oder Switch notwendig
  • Umschaltung zwischen PC und Tabletsignal per Beamerfernbedienung (Auswahl des jeweiligen Anschlusses)
  • kann in bestehendes WLAN-Netz eingewählt werden und fungiert als Repeater
  • Stromversorgung kann über PoVGA (Power over VGA) realisiert werden (kann bei uns aber kein Beamer…)
  • Stromversorgung kann über USB erfolgen, falls der Beamer 5V über einen USB-Anschluss verfügt (ungetestet und zweifelhaft, da das Netzteil 1,2 A liefert, USB meist nur 500 mA)
  • Übertragung mit bis zu 150MBit
  • 4 User können gleichzeitig per Splitscreen angezeigt werden
  • WPA2-Verschlüsselung

Nachteile:

  • Beamer muss weiteren VGA-Eingang haben (falls einer schon belegt)
  • Zusätzliche Steckdose an Decke für Stromversorgung notwendig

LogiLink Wireless LAN 802.11n Projector Server

Dieser Projector Server scheint baugleich zu sein mit „Edimax S1100“ und „Roline Wireless Projector Server“ (technische Daten gleich, Fernbedienung gleich, Gehäuse ähnlich, Backend scheint gleich zu sein)

Die Preise rangieren zwischen 100 € und 300 €.

=> technische Daten

Vorteile:

  • 300MBit
  • WPA2-Verschlüsselung
  • 16 User können gleichzeitig angemeldet sein, per Fernsteuerung anwählbar
  • VGA und HDMI-Ausgang

Nachteile:

  • etwas lauter Lüfter

Lindy Projector Server

Die Preise rangieren zwischen 270 € (jedoch ohne Audio) und 500 €.

=> technische Daten

Vorteile:

  • 4 User können gleichzeitig per Splitscreen angezeigt werden
  • WPA2-Verschlüsselung
  • leise

Nachteile:

  • nur VGA-Ausgang
  • nur 54 MBit
  • teuer

Edimax WP S1300 (Danke an Dieter Kroemer für diese Angaben):

Preis ca. 125

Technische Daten lt. Hersteller

Anzeigbare Auflösungen: 800×600, 1024×768, 1280×800, 1280×1024

Nachteil:

  • keine Auflösung 1280×768 bzw. 1366×768
  • schlecht  für neuere Notebooks, da diese eine Auflösung von 1366×768 haben.  Aufösung auf 1280×800 zu stellen bewirkt Verzerrung. Man muss also mit 1024×768 arbeiten, was auch gut funktioniert, aber etwas von der möglichen Beamerbild-Breite verschenkt.
  • nur VGA-Ausgang

Vorteile/besondere Features:

  • bis zu vier Notebooks gleichzeitig am Beamer darstellbar (Beamerbild wird viertgeteilt). Gerät, das angezeigt werden soll, klickt bei der Projektorsoftware einfach auf Play und schon wird dieses Bild gezeigt (Fernsteuerung ist also nicht nötig)
  • auch für MacOS bis 10.5

Anmerkung zur Leistung:
Mit dem Classmate-PC ist die Bildanzeige merkklich zeitversetzt (imho dort ist eine Atomprozessor eingebaut) – mit einem Notebook und i5-Prozessor konnte man hingegen sogar einen HD-Film recht gut ansehen :-)

LevelOne WPG-1000

Nur noch gebraucht ab 20 €.

=> technische Daten

Vorteile:

  • billig
  • leise

Nachteile:

  • nur VGA-Augang
  • nur 54 MBit
  • nur ein User einlogbar
  • Lüfter sollte zusätzliche Löcher bekommen (siehe Bilder)

PC als Projector Server für Apple und Android Geräte

Die Software Splashtop Whiteboard ermöglicht den Anschluss von Apple und Android Geräten über einen PC (dort kostenlosen Splashtop Streamer installieren), der per Kabel mit dem Beamer verbunden ist.

Das spart den Projector Server und lässt Android Tablets zu als Alternative zu IWBs! Der Preis für Android Geräte liegt bei ca. 7,50 EUR, für Aplle Devices etwas höher.

Ein Produktvideo gibt es hier.

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