Kosten

Die Kosten für die Tablet-PC-Lösung sind variabel, je nach Anforderungen an die Hardware. Der größte Posten ist der Tablet-PC selbst, hinzu kommen der Projektor-Server sowie eventuell eine Dockingstation und ein Videoumschalter. Der letzte Posten ist der (möglichst) deckenmontierte Beamer mit passender Projektionsfläche.

Die Einzelposten für die jetzt in Haßfurt verwendete Lösung mit Tablet-PC, Projektor Server und Dockingstation:

Tablet-PC

Neugeräte sind ab ca. 900 € bis 2700 € zu haben, brauchbare Gebrauchtgeräte gibt es ab 250 € in der Bucht. Die Vorüberlegungen müssen freilich sein, welches Betriebssystem und welche Programme man auf dem Tablet laufen lassen will, ob man ein Slate oder ein Convertible bevorzugt, und ob eine Dockingstation mit DVD-Laufwerk benötigt wird. Auch zu überdenken ist die Akkulaufzeit, denn bei einem langen Schultag sollte man entweder einen Zweitakku mit Ladestation besitzen oder einen leistungsstarken einzelnen Akku. Die Displaygröße sollte 12″ nicht unterschreiten, da alles darunter zum angenehmen Schreiben zu klein ist. Auch zu bedenken ist, dass für Intel Widi (noch) bestimmte Komponenten verwendet werden müssen (siehe Hardware)

Benutzt man lediglich Office-Anwendungen und die anderen hier auf der Seite angegebenen Programme, genügt ein 4-5 Jahre altes, günstiges Gebrauchtgerät mit „Windows XP Tablet“ („Tablet“ ist wichtig, da diese XP-Version Zusatzfeatures für die Stifteingabe hat, die erst ab Vista in allen Versionen verfügbar sind). Will man Windows 7 als Betriebssystem, sollte man die Systemanforderungen dafür beachten. Nach oben gibt es kaum Grenzen, neueste Tablets mit Intel Core i7 Prozessoren und SSD könnten auch für Videoschnitt benutzt werden, kosten aber auch dementsprechend. Noch ein Hinweis: Bei namhaften Herstellern nachfragen, oft gibt es EDU-Preise, die deutlich unter dem Listenpreis liegen.

Intel WiDi-Adapter (später Miracast)

Diese Geräte ermöglichen die ruckelfreie Übertragung von HD-Inhalten (Audio und Video) auf den Beamer. Derzeit werden als Sender nur Intel-Geräte unterstützt, dies wird sich aber voraussichtlich bald ändern (siehe Hardware). Geräte sind beispielsweise Belkin Screencast (ab 50 €), Netgear Push2TV (ab 80 €), D-Link DHD-131 (ab 145€).

Externes DVD-Laufwerk

Viele Kollegen möchten nicht die Möglichkeit missen, DVD-Inhalte zu zeigen. In Verbindung mit Intel WiDi genügt daher ein einfaches externes DVD-Laufwerk ab 30 €.

(Dockingstation => Entfällt bei Lösung WiDi + externes Laufwerk)

Die Dockingstation kann notwendig werden, wenn Filme angeschaut werden sollen. Die Dockingstation ist über einen Switch per VGA oder HDMI am Beamer angeschlossen und kann somit das Videobild ruckelfrei und auch zusätzlilch den Ton übertragen. Diese kosten bei Neugeräten um die 150 bis 250 €, wobei oft noch ein Einschub-DVD-Laufwerk dazugekauft werden muss. Bei Gebrauchtgeräten findet man entsprechende Docks ab 30 Euro (mitunter inkl. DVD-Laufwerk).
Freilich besitzen die allermeisten Tablet-PCs auch VGA-Ausgänge, mittels derer das Gerät auch direkt, ohne Dockingstation, an den Beamer „gehängt“ werden kann. Dies bietet sich besonders bei Tablet-PCs an, die ein DVD-Laufwerk integriert haben (was aber eher selten ist). Daher ist ist die Dockingstation letztlich auch eine Frage der persönlichen Wünsche, bspw. ob man die „Umstöpselei“ scheut oder nicht.

(Projektor Server => veraltet, da end-of-life Produkte)

Diese gibt es für um die 150 €. Man sollte darauf achten, dass der Projektor Server WPA-Verschlüsselung beherrscht, als Internet-AccessPoint ins Kabelnetzwerk eingebunden werden kann, und neben dem VGA auch einen HDMI-Anschluss besitzt (wegen Zukunftsfähigkeit). Einen knappen Überblick bieten die Shopping-Ergebnisse bei Suchmaschinen.
Es können auch alte, nicht mehr produzierte Projektor Server verwendet werden. Benjamin Götzinger verwendet seit drei Jahren täglich und ohne Ausfälle einen acht Jahre alten LevelOne-Projektor-Server, erstanden in der Bucht für 20 €.

Beamer und Projektionsfläche

Hier können vorhandene Beamer oder Neugeräte verwendet werden, die den Bedürfnissen (Helligkeit, Zoomwinkel, Lautstärke etc) der Anwender entsprechen. Weitere Hinweise werden hier nicht gegeben. Bei der Lösung mit Tablet-PCs, die wir z.Zt. in Haßfurt favorisieren, ist es demnach möglich, die Größe der Projektionsfläche durch den Wandabstand und Zoomfaktor des Beamers frei zu bestimmen. Bei einem interaktiven Whiteboard muss jeder weitere Zentimeter Projektionsfläche auch Eingabefläche sein, was die Kosten enorm steigen lässt und derzeit bei einem Maximum von 220cm Breite endet.

Video-Switch

HDMI

Dieser ist notwendig, wenn zwei oder mehr Geräte an einen Beamer angeschlossen werden sollen. Wenn WiDi oder ein Projector Server mit HDMI verwendet wird, muss es logischweise auch ein HDMI-Umschalter sein (einfachste Geräte ab 5 €).

VGA

Es sollte überlegt werden, ob nur die Umschaltung des Videosignals genügt, oder ob auch Audio mit umgeschalten werden soll. Bei der z.T. in Haßfurt realisierten Lösung ist kein Audio notwendig, da Ton nur beim Einsatz über die Dockingstation übertragen wird.

Kabel

Die Anzahl und Varianten (VGA/HDMI) sind abhängig von der jeweiligen Einsatzsituation. Wir verwenden meist billige Kabel (außer bei der Signalübertragung zum Beamer hin, da diese oft 15-20m beträgt), und haben damit insgesamt gute, oder zumindest keine merklich schlechten Erfahrungen gemacht.

Beispielrechnungen:

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Günstige Variante (gebraucht) ohne WiDi
Tablet PC 12″ Convertible mit Vista, Core2Duo, 2GB Ram, 80 GB HDD – ca. 300 €
Dockingstation mit DVD – ca. 50 €
Projektor Server – ca. 120 €
VGA-Switch und Kabel – ca. 30 €

Gesamt: 520 €

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Mid-Range Variante (neu)
Tablet-PC 12″ Convertible mit Win7, Core i5, 4GB Ram, 320 GB HDD – 900 €
Externes DVD-Laufwerk – 30 €
WiDi-Empfänger – ca. 50 €
HDMI- Switch und Kabel – ca. 20 €

Gesamt: 1000 €
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High-End (neu)
Tablet-PC 12″ Convertible mit Win7, Core i7, Multitouch-Display, 120GB SSD, 4GB RAM, starker Akku – 1900 €
Externes DVD-Laufwerk – 30 €
WiDi-Empfänger – ca. 50 €
HDMI-Switch und Kabel – ca. 20 €

Gesamt: 2000 €
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Fazit

Insgesamt lässt sich klar sagen, dass auch in der teuersten Lösung die Kosten deutlich unter den Anschaffungskosten eines höhenverstellbaren interaktiven Whiteboards liegen, wobei bei der Haßfurter Lösung zusätzlich die Größe der Projektion frei wählbar ist (bei uns im Regiomontanus-Gymnasium in den neuen Räumen des Anbaus liegt diese bei 240cm Breite.)

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